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Vienna Calling: Ein Wochenende in der lebenswertesten Stadt der Welt

Auch wenn Wien schon ewig auf meiner Bucketlist steht, kam es diesen Herbst dann doch relativ spontan zu dem Trip. Fest steht: Meine erste Reise ins Ausland seit Corona war ein voller Erfolg – die österreichische Hauptstadt ist ein Traum. Was Wien neben Sissi, Sachertorte und Schnitzel noch zu bieten hat? Read on …

DAY 1 – Hofburg, Happy Hour, Haselnussschnaps

Um möglichst flexibel zu sein, Geld zu sparen und die Maskenpflicht im Flugzeug zu umgehen, fiel die Wahl des Verkehrsmittels auf’s Auto, das uns mit Falcos Vienna Calling auf den Ohren und zwei Pipi-Pausen in knapp neun Stunden ans Ziel brachte. Kurzer Check-in im Hotel, 48-Stunden-Ticket, U-Bahn zur Haltestelle Stephansplatz und schwupps standen wir bei Kaiserwetter mitten in der Wiener Innenstadt und mussten den Blick erst mal nach oben wandern lassen: Vor uns stand der 107m-hohe Stephansdom aka Steffl, der auch von innen echt beeindruckend ist.


Generell war uns schnell klar, wieso Wien zum 10. Mal in Folge zur lebenswertesten Stadt der Welt gewählt wurde (hallo schöne Altbauten!) und ich hab mich mehrmals gefragt, ob ich irgendwann aufhören würde, 1000 Fotos am Tag zu machen, wenn ich dort wohnen würde. Und bevor wir noch länger mit offenem Mund dagestanden hätten, ging’s Richtung Schwedenplatz zur Happy Hour ins Bermuda Bräu – man munkelt, dass die 2,30€ für 0,5l Bier erklären, wieso das Viertel auch Bermudadreieck genannt wird.


Im Kampf gegen das Mittagstief und um sich die Sachertorte mal aus der Nähe anzuschauen, war das Café Central als eines der berühmtesten Wiener Kaffeehäuser der nächste Halt, bevor’s pünktlich zur golden hour zu Hofburg, Heldenplatz und Museumsquartier ging.


Stärkt euch danach lieber woanders als wir im überteuerten Touri-Figlmüller, von dem wir alle enttäuscht waren (ich hatte Gemüselinsen mit Briocheknödeln und Salat) und uns dafür im Bermuda Bräu mit Ottakringer Radler und Haselnussschnaps getröstet haben.

DAY 2 – Karlsplatz, Koriander, Kettenkarussell

Zweiter Tag, wieder Start am Stephansplatz, noch besseres Wetter. Über die Kärntner Straße vorbei an Staatsoper, Albertina und Karlsplatz waren wir ruckzuck am wunderschönen Schloss Belvedere, was mich etwas an Versailles erinnert hat (ohne dort gewesen zu sein).

Und da Fotosessions hungrig machen, war schnell klar, dass der nächste Stopp der Naschmarkt sein sollte. Entweder an den Ständen mit Obst, Gemüse und Antipasti durchfuttern oder wie wir ins Neni-Restaurant mit israelischer Küche, das es mittlerweile auch in deutschen Städten gibt.


Für den Verdauungsspaziergang ging’s am Donaukanal entlang zum Wiener Prater für ein bisschen Kirmesfeeling dieses Jahr, der mit gefühlt 100 Achterbahnen und dem bekannten Riesenrad mein Herz als Adrenalin-Junkie höher schlagen lassen hat. Nach bisschen Action wartete die Donauinsel auf uns – Burrito auf die Hand, Füße in den Sand und für den letzten Abend in den leicht überteuerten Sansibar Beach Club (bester DJ!)

DAY 3 – Souvenirs, Schmarrn, Serviettenknödel

Nach zu wenig Schlaf bei Regen aufgewacht – man könnte meinen, Wien wollte uns den Abschied zumindest etwas leichter machen. Vor Abreise ging’s aber nochmal in die Stadt in die Erlebniswelt Time Travel Vienna, die sich mit 5D-Kino, Luftschutzbunker und Virtual Reality wirklich lohnt, Souvenirs à la Mannerschnitten shoppen und den Bauch im Heindl’s Schmarren & Palatschinkenkuchl vollschlagen.

Ich denke, es gibt schlechtere Wege, sich von Wien zu verabschieden, als mit Eierschwammerl (aka Pfifferlinge) mit Serviettenknödel, Palatschinken (aka Pfannkuchen) mit Spinatfüllung und Kaiserschmarrn, oder?


Ihr merkt schon: Wien hat mich begeistert und mir bleibt nicht mehr viel zu sagen, außer dass die drei Tage einfach leiwand (österreichisch für toll, großartig) waren!


Ein paar Tipps am Ende: Ein Trip nach Österreich lässt sich super mit einer Slowenien-Reise verbinden; wer auf der Suche nach Podcasts für die Autofahrt ist, findet hier meine Favoriten rund um Ernährung und Nachhaltigkeit und für diejenigen, die israelische Küche nicht nur im Neni, sondern auch vor Ort erleben wollen, gibt’s hier mehr zur Israel-Reise.

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