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#weltreiseaufdemteller: KANADA

Hi, how are you? Wie in Kanada (und den USA) üblich erwarte ich keine Antwort von euch darauf, sondern wollte passend zu seinen höflichen und zuvorkommenden Einwohner einfach nur nett sein. Und da sich dort auch lieber einmal zu viel als zu wenig entschuldigt wird, schon mal sorry, dass die heutige #weltreiseaufdemteller euer Fernweh gegebenenfalls ganz besonders strapazieren wird.

Wieso Kanada ein extrem beliebtes Reiseziel ist, ist mit ein paar Schlagworten erklärt: Rocky Mountains, Niagarafälle, unberührte Natur (hallo niedrige Bevölkerungsdichte), Nationalparks (hallo Bären, Wölfe, Elche), tausende Küstenkilometer am Pazifik und Atlantik (hallo Buckelwale und Orcas) und mehr Seen als alle anderen Länder der Erde zusammen. Und wer kein Bock auf Outdoor-Abenteuer hat, dem wird in hippen Städten wie Vancouver und Toronto wahrscheinlich auch nicht so schnell langweilig.

Worüber hingegen weniger gesprochen wird: die kanadische Küche und was sie zu bieten hat. Verlässt man sich auf die gängigen Klischees (und wirft einen Blick auf die Flagge des Landes), scheinen sich die Kanadier überwiegend von Ahornsirup zu ernähren. Dieser landet traditionell nicht nur auf Pancakes, sondern im Winter zusammen mit einem Holzstäbchen auch auf sauberem Schnee, was dann wie Eis am Stiel gegessen wird.

Generell hält das Land, in dem es die meisten Donut-Läden der Welt gibt, mit Butter Tarts (karamellartige Törtchen), Beaver Tails (Hefegebäck) und Nanaimo Bars (Schokokeksen mit Butter- und Vanillecreme) einiges für Naschkatzen bereit. Bevor es zum Dessert geht, sollte für uns aber ein herzhaftes Gericht her.

Während mir darauf absolut nichts eingefallen ist, dauerte es bei meinem Bruder, der sein Auslandssemester auf Vancouver Island verbracht hat, keine zwei Sekunden: POUTINE! Putin? Hat Kanada vielleicht doch mehr mit Russland gemeinsam als die riesige Fläche des Landes? Nope – gemeint ist das kanadische Nationalgericht aus Pommes, Käsestücken und Bratensauce, das seine Anfänge in den 1950ern in Québec hatte und mittlerweile auf jeder Speisekarte zu finden ist.

Zugegeben, ich konnte mir die Kombi erst nicht vorstellen, fand aber vor allem die Sauce (nachdem wir die Mehlschwitze erst etwas ruiniert hatten) echt lecker. Tatsächlich das perfekte Comfort Food am Ende einer durchzechten Weiberdonnerstagsnacht heute, wenn man denn feiern könnte. Oder nach einem Schneespaziergang bei -10°C.

Ihr merkt, Anlässe gibt’s genug, also probiert es aus – zu Hause im Lockdown kann euch zumindest niemand direkt nach dem Essen die Rechnung bringen wie es in kanadischen Restaurants, wo man normalerweise nicht sitzen bleibt und noch was zu trinken bestellt, üblich ist.

Et voilà (um zumindest ein französisches Wort passend zu Québec hier einzubauen):

  • 1kg festkochende Kartoffeln in dicke Stifte schneiden, würzen und in der Fritteuse oder im Ofen zu Pommes backen.
  • 2 Zwiebeln & 2 Knoblauchzehen in Öl anbraten & mit 800ml Gemüsebrühe, 6EL Worcestershire-Sauce & einem Schluck Rotwein zum Kochen bringen.
  • Mehlschwitze aus 60g geschmolzener Butter, 60g Mehl & Wasser anrühren & dazugeben. Je nach gewünschter Konsistenz Speisestärke hinzufügen, um die Sauce zu binden.
  • (Veganen) Cheddar in Stücke schneiden, auf die Pommes geben & mit der Sauce übergießen.

Unser Kochvideo inklusive Bryan Adams (gebürtiger Kanadier) und einem weiteren Ehrengast findet ihr hier.

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