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#weltreiseaufdemteller: IRLAND

Für volle Transparenz: Die Word-Datei, in der ich diesen Text gerade schreibe, hieß anfangs #wadt_Großbritannien. In der Überschrift hier ist aber die Rede von Irland. Fehlende Erdkunde-Skills hin oder her, da merk ich sogar, dass das nicht dasselbe ist. Der Hintergrund: Eine Freundin hat mir ein Rezept für Shepherd’s Pie geschickt, falls die #wadt mal nach England gehen soll (ich hab bisher nie direkt im ersten Absatz gespoilert, was dieses Mal gekocht wurde – und hoffe, ihr lest trotzdem noch weiter). Shepherd’s Pie also. Hab ich noch nie gegessen. Klingt gut. Mach ich.

Nach ein paar Klicks auf der Suche nach mehr Infos zur englischen Küche, hat sich dann herausgestellt: Shepherd’s Pie ist ursprünglich ein irisches Gericht. Prompt musste ich daran denken, wie oft man im Englisch-Unterricht durchgekaut hat, was zum Vereinigten Königreich gehört und was der Unterschied zwischen England und Großbritannien bzw. Nordirland und Irland ist. Zumindest heute wollte ich also politisch korrekt bleiben und so wurde aus dem Dokument #wadt_Irland.

Als ich drüber nachgedacht hab, was wir im Herbst 2016 während unseres Wochenendes in Dublin gegessen haben, musste ich erst mal überlegen. Das liegt nicht am Guinness-Filmriss (eh lieber Cider), sondern daran, dass es bei der Reise in erster Linie um die Reunion mit lieben Menschen, Temple Bar und Halloween feiern ging. Was ich aber noch weiß, ist, dass wir in Howth an der Küste in einem Seafood-Restaurant mit Muscheln waren, für die die gehobene irische Küche neben anderen Meeresfrüchten in Gerichten wie Seafood Chowder bekannt ist.

So reichhaltig war das Nahrungsangebot nicht immer in der Geschichte Irlands, in der es mehrfach zu großen Hungersnöten wie der Great Potato Famine 1846-1851 kam (sorry, ich muss raushängen lassen, dass Englisch mein Lieblingsfach war), bei der die Einwohnerzahl um 25% sank. Umso reichhaltiger ist heutzutage aber das Full Irish Breakfast, das eher von Touristen als von Einheimischen verspeist wird. Vielleicht weil ein Teller voll Bacon, Blutwurst, Leberwurst, Würstchen, Spiegelei, Bratkartoffeln, Pilzen, gebackenen Bohnen, Toast, säuerlichem Soda Bread, Butter, Marmelade und Honig eher weniger was für jeden Morgen ist.

Abends darf es auf der Grünen Insel dann mit Irish Stew (traditioneller Eintopf) oder Shepherd’s Pie deftig weitergehen, was uns zum Rezept für den herzhaften Auflauf bringt:

Kartoffelpüree:
• 1kg Kartoffeln schälen, weich kochen und mit 60ml Haferdrink, 2EL Margarine, Muskatnuss, Salz und Pfeffer zu Püree stampfen.

Füllung:
• 1 Zwiebel und 2 Knoblauchzehen mit 4EL Tomatenmark, 4EL Sojasauce, 2 EL Balsamico-Essig und 100ml Rotwein in Öl anbraten.
• 200g Champignons, 3 Karotten und 2 Stangensellerie klein schnippeln und mit 200g gekochte Linsen, 100g Erbsen, 100g Mais und etwas Wasser dazugeben.
• Das Ganze mit Gemüsebrühe, Rosmarin, Thymian, Salz und Pfeffer würzen, ein paar Minuten köcheln lassen und dann in eine große Auflaufform füllen.
• Das Kartoffelpüree (und optional Simply-Reibegenuss) darauf verteilen und bei 200°C für 45min im vorgeheizten Ofen backen.

Das Video dazu findet ihr hier. Sogar mit Ed Sheeran-Song, der gar keine Ire ist und wenn auch nur einer der 9% der irischen Bevölkerung wäre, die rothaarig sind.

P.S. Beim nächsten Irland-Besuch achte ich dann auch auf’s Essen, versprochen. Und dass ich zu den Cliffs of Moher an die Westküste komme. Und dass ich nach Muckanaghederdauhaulia fahre, dem Ort mit dem längsten Namen des Landes.

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